Sonderausstellung

Verkannt, verschollen...unvergessen. Und verschoben!

Zwei "klassische" Künstlerinnen Getrud Koref-Stemmler-Musculus und Maria Hiller-Foell im Dialog mit installativen Interventionen von Renate Liebel

Renate Liebel: "Staubwedel-Wald"
Gertrud Koref-Stemmler-Musculus: "Landschaft bei Melchsee Frutt (Schweiz)"

15. April bis 10. Juni 2018

Im Rahmen dieser Präsentation, die wiederentdeckte Werke und neueste Forschungsergebniss zu den genannten südwestdeutschen Künstlerinnen der Klassischen Moderne vorstellt, wird die vergriffene Auflage zum Katalog "Die Klasse der Damen-Künstlerinnen erobern sich die Moderne" wiederaufgelegt.

Aufgrund der allgemeinen, jahrelangen Vernachlässigung und des damit einhergenden Magels an Wertschätzung gegenüber weiblichen Kunstschaffens, gelang es im damaligen Ausstellungskontext nur mühsam, stellvertretend für alle Künstlerinnen hinreichend ausstellungswürdige Exponate zusammenzutragen. Zu den eher unterrepräsentierten Künstlerinnen gehörten auch die beiden Malerinnen Maria Hiller-Foell (1880-1943) und Gertrud Koref-Stemmler-Musculus (1889-1972).
Eine umfangreiche Werkschau kann nun, aufgrund glücklicher Umstände und zufälliger Begebenheiten, die dazu führten, dass weitere Werke ausfindig gemacht werden konnten, nachgeholt werden.

Im Rahmen der aktuellen Präsentation "Verkannt, Verschollen...unvergessen. Und verschoben!" wird eine Auswahl an Gemälden und Papierarbeiten dieser beiden beeindruckenden Vorkämpferinnen der weiblichen Kunst im Dialog mit den Fotografien, Plastiken und Installationen von Renate Liebel (*1978) endlich angemessen gewürdigt.

Flyer Sonderausstellung (556,1 KiB)

Maskeraden & Marionetten

Das Motiv der Doppeldeutigkeit im Werk von Fritz Steisslinger

Fritz Steisslingers Gliederpuppe

Die Sonderpäsentation ist anlässlich der Jubiläumsausstellung BILDGEWALT des Bauernkriegsmuseums und der Städtischen Galerie themengebunden konzipiert worden und kann noch bis Oktober 2018 besucht werden. Im Aufgreifen seiner sich vor allem im Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1946 häufenden Bildmotive wie der Puppen, Marionetten, Clowns, Masken sowie der Vanitas-Stilleben wird eine für den Maler charakteristische künstlerische Strategie der inhaltsverschleiernden Mehrdeutigkeiten untersucht und für die Betrachter nachvollziehbar dargestellt.
Mehr Informationen zu Fritz Steisslinger finden Sie auf seiner Internetseite.