Wir laden Sie ein, die Außenstellen der Städtischen Galerie in Böblingen zu Fuß, per Roller oder auf dem Rad zu erleben
ART - O - MAT BB /// 24/7 // 365
Zum Ziehen: Urban Art aus dem Automaten im Miniaturschachtelformat
Seit seiner Installation an der Museumsfassade und seiner Enthüllung im Sommer 2022 sorgt der einstige Zigarettenautomat schon allein durch sein Äußeres für Entzücken: Sein nostalgisches, vom bekannten Berliner Künstler Jim Avignon bemaltes Gehäuse stammt ursprünglich aus den späten 1960er-Jahren und zieht mit seinem Retro-Charme die Blicke auf sich. Doch statt rauchender Glimmstängel gibt es hier rund um die Uhr und ganz ohne Barrieren regelmäßig wechselnde Special Edition-Schachteln in Form kleiner und origineller Unikate oder kreativer Überraschungen zu ziehen und vor allem zu entdecken – und zwar passend zu den aktuellen Ausstellungen des Hauses.
DAS BESTE DARAN: Mit einem Preis von nur fünf Euro sind diese nicht nur originell, sondern auch mehr als erschwinglich. Auf diese Weise hat sich der Böblinger Kunstautomat ART – O – MAT BB /// 24 / 7 // 365 schon eine treue Fangemeinde erobert.
ABER AUFGEPASST: Die Kunstwerke sind streng limitiert! Kaum bis zum Rand befüllt, sind die bestückten Schachteln meist schon nach ein paar Stunden oder wenigen Tagen vergriffen: Denn was sich hier ziehen lässt, gibt es nur, solange der Vorrat reicht. Schnell sein lohnt sich – und am besten packen Sie genügend Münzgeld ein: Der Automat akzeptiert ausschließlich Münzen! Scheine oder Kartenzahlung sind nicht möglich.
Weil der ART-O-MAT „pandemie- und krisensicher“ im öffentlichen Raum platziert ist und generationsübergreifend sowie ohne Hemmschwellen oder Schranken Kunst für alle erschwinglich zugänglich macht, ist das interaktiv-partizipative Projekt vom Land Baden-Württemberg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) großzügig unterstützt worden.
Aktuelle Befüllung:
Aufstand im Art-O-Mat! – Befüllung zu „500 Jahre Bauernkrieg“
In diesem Jahr steht das Museum Zehntscheuer mit dem Deutschen Bauernkriegsmuseum und der Städtischen Galerie ganz im Zeichen des Gedenkjahres „500 Jahre Bauernkrieg“. Unter dem Motto „Aufstand im Art-O-Mat“ gibt es nun eine „Jubiläums-Edition“ zum Thema mit filigran geschaffenen Kunstwerken von Thomas Kreft.
Kunstvolle Protestgeschichten
Bereits letztes Jahr fand die Audioausstellung „Der Aufstand in Person!“ statt. Im Museum und öffentlichen Raum teilten 17 Personen aus Böblingen und der Region ihre Protestgeschichte aus der Zeit des Bauernkrieges – mal laut, mal leise. Inspiriert von diesen Geschichten setzte Thomas Kreft die dort verwendeten Symbole auf seine eigene Weise um und schuf filigrane Aquarelle, die die Ausstellung wiederbeleben und doch ganz eigene Kunstwerke darstellen – keines wie das andere und somit jedes ein Unikat. Versehen mit einem QR-Code, der zu einer Protestgeschichte führt, trifft Kunst auf Geschichte und lässt den Aufstand lebendig werden. Eine limitierte Auflage von 80 Stück ist nun im Kunstautomaten an der Fassade des Museums Zehntscheuer in Böblingen erhältlich.
Street Art-Gallery "Walls of Fame"
BUNTER BETON - "66 Böblinger Berühmtheiten"
Im Sommer 2020 entstand im intensiven Zusammenwirken von drei namhaften Kunstschaffenden mit dem Stadtplanungsamt nach der Idee der Städtischen Galerie Böblingen das Monumentalwerk „Walls of Fame“ im urbanen Raum bei der Schönbuchbahn-Überführung an der Herrenberger Straße stadtauswärts in Richtung Ehningen.
Diese in der näheren wie weiteren Region einmalige und längste „Street Art-Gallery“, stellt outdoor, ohne zeitliche Begrenzung und öffentlich zugänglich rund 66 Bildnisse „berühmter, bekannter (oder auch) berüchtigter“ Gesichter aus Geschichte und Gegenwart vor – unumstritten allesamt mit prägender Präsenz in der Stadt Böblingen.
Von den in Berlin lebenden Wandmalenden Jim Avignon und Henrieke Ribbe ausgeführt, gehen die stilistisch überzeichneten und gleichzeitig lebensnah eingefangenen Antlitze in Art einer Gemäldegalerie in einen farben- und formenprächtigen Dialog mit den abstrahiert-verspielten, floral-kristallinen Bildfindungen des Stuttgarter Sprayers Jeroo, der für sein bisher größtes geschaffenes abstrakt-ornamentales Graffiti-Werk im Ausmaß von jeweils rund 230 Meter Länge pro Wand weit mehr als 300 Montana-Spraydosen verbraucht hat.
Momentan entsteht eine speziell für das Projekt aufwendig programmierte Augmented Reality-App, mit der sich per Smartphone die Bilder zum Leben erwecken lassen, Hintergrundinformationen zu den abgebildeten Persönlichkeiten transportiert werden sowie Anregungen zum Mitmachen geben.

















