Sonderausstellung

Virtuelle Einblicke in die Sonderausstellung der Städtischen Galerie

Aufgrund der aktuellen Situation um das Corona-Virus wurde die Städtische Galerie Böblingen bis zum 12. Mai 2020 geschlossen. Das betrifft damit die gegenwärtige große Überblicksausstellung „Netzwerkerinnen der Moderne“ zum 100-Jahr-Jubiläum der Zulassung von Frauen an deutschen Kunstakademien. Zudem mussten alle Veranstaltungen im Begleitprogramm bedauerlicherweise abgesagt werden. Dies gilt auch für das Gesprächsforum „The State of the Female Art“ zur Finissage in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Zur Überbrückung und als Alternative gibt ein Video einige Einblicke.
 
Einblicke in Form von fotografisch-filmischen Impressionen dieser sehenswerten, sich insgesamt über dreieinhalb Stockwerke des Museumsensembles Zehntscheuer erstreckenden Präsentation. Sie feiert die vielfältigen Facetten weiblichen Kunstschaffens mit Exponaten aus dem Zeitraum der Jahrhundertwende um 1900 bis in die Jetztzeit.
Zum Video der an der Ausstellung beteiligten Künstlerin Birgit Herzberg-Jochum geht es hier: https://youtu.be/NOEIkMMbRvE 
 
Das Galerie-Team um Leiterin und Kuratorin Corinna Steimel wünscht viel Vergnügen beim Video – und allen, dass wir diese krisenhafte Zeit gut und gesund überstehen sowie gestärkt daraus hervorgehen!

»NETZWERKERINNEN DER MODERNE – 100 JAHRE FRAUENKUNSTSTUDIUM«

Ausstellungsdauer 01. Dezember 2019 - (19. April 2020) - verlängert bis 20. September 2020

Im Jahr 1919 wurden Frauen, die sich zur Künstlerin berufen sahen und sich zudem beruflich als Künstlerin betätigen wollten, offiziell und ohne Beschränkungen an deutschen Kunstakademien als Studentinnen zugelassen. Diese Errungenschaft, die nur ein Jahr nach Einführung des Frauenwahlrechts in der Weimarer Republik erfolgte, stellt einen wichtigen Meilenstein im Kampf um Gleichstellung und Gleichberechtigung dar. Auch, dass Frauen ein Studium an der damaligen Königlichen Kunstakademie in Stuttgart aufgreifen durften, jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal. Wie wichtig dabei die Solidarität unter den gleichgesinnten Frauen, die gegenseitige Unterstützung und das gute Pflegen von Netzwerken war – sie entwickelten sich zu regelrechten Meisterinnen im Vernetzen – wird durch den gewählten Titel der aktuellen Präsentation zusätzlich unterstrichen. Der Schwerpunkt der Kollektivausstellung liegt auf dem südwestdeutschen Raum und bringt 30 GEGENWARTSPOSITIONEN mit 10 KLASSISCHEN KÜNSTLERINNEN zusammen. Gezeigt wird – zum Teil spezifisch auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt – eine Bandbreite unterschiedlicher Gattungen und Techniken wie Collagen, Gemälde, Installationen, Objekte, Performance-/Aktionskunst, Skulpturen und Zeichnungen von:

ROSEMARIE BEISSER / CHRISTINE BENDER / NINA JOANNA BERGOLD / GABI BLUM / KÜNSTLERINNEN-KOLLEKTIV MONIKA DRACH, JULIA WENZ & ANNE RÖMPP / ANDREA EITEL / IRIS FLEXER / MARTINA FRANKENBERGER / ANNA HAFNER / BIRGIT HERZBERG-JOCHUM / ROTRAUD HOFMANN / ANNA HUXEL / CINYI JOH / FRIEDERIKE JUST / KARIMA KLASEN / KIRSTEN KLEIE / MIN BARK /  "3 HAMBURGER FRAUEN" (ERGÜL LENGIZ / HENRIEKE RIBBE / KATHRIN WOLF) / ANJA LUITHLE /
MUCHE / ANDREA PETER / GISELA REICH / VERA RESCHKE / YVONNE RUDISCH / EVA SCHMECKENBECHER / JULIA SCHRADER / HELGA SCHUHMACHER / ALESSIA SCHUTH / CHRISTA WINTER / JOHANNA WITTWER / KLARA FEHRLE-MENRAD / ALICE HAARBURGER / EMMA JOOS / MARIE LEMMÉ / HEDWIG PFIZENMAYER / HERTA RÖSSLE / HANNE SCHORP-PFLUMM / MARES SCHULTZ / DODO STOCKMAYER / SALLY WIEST

Flyer  (510,4 KiB)